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5.4 Zusammenfassung

Speziell in der Lyrik verdeutlichte man die NS- Ideologie mit metaphorischen Bildern und einer verherrlichenden pathetischen Begriffssprache. Dies steht im Gegensatz zur Vermittlung der Ideologie in Schulen und Reden, in denen vorwiegend kurze, kräftige Schlagworte wie "Nibelungentreue" und "Aufopferung für das Vaterland bis zum Tod" gebraucht wurden.

Die dargestellte Verherrlichung Siegfrieds zeigt Parallelen zur Anbetung des Führers Hitler. Beide wurden nicht selten in einem Atemzug genannt oder der Führer als "Siegfried-Hitler" bezeichnet. Sowohl Hitler als auch Siegfried wurden in der NS-Zeit zum Inbegriff des zu bewundernden heldenhaften Deutschen degradiert.

Abbildung 11: George Grosz, Siegfried Hitler. November 1923

All diese lyrischen Texte stellen Siegfried in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Sie entwerfen das Bild eines von Kraft strotzenden Helden, der herausragende körperliche und charakterliche Vorzüge in sich trägt. Siegfried wurde zur Verkörperung eines nordischen Typs in seiner idealsten Form.

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