5. Die Verwendung des Nibelungenstoffes in der nationalsozialistischen Lyrik
Zahlreiche Gedichte zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigten sich mit dem Nibelungenthema und deuteten den Text im Sinne der NS-Ideologie durch Bestätigung und Rechtfertigung der nationalsozialistischen Werte und Ideen. Das Augenmerk lag vor allem auf der Siegfried-Figur als Sinnbild nationalsozialistischer Leitideen. Die im Folgenden dargestellten Gedichte können als Appelle an das deutsche Volk gesehen werden, mit dem Zweck den Kampfeswillen und die Ausdauer des Volkes zu stärken. Die fiktiven Nibelungenhelden wurden zu nationalen Vorbildern stilisiert und ihr Kampf wurde "zum Schicksalskampf für das Überleben des Deutschtums", zumal eine zunehmende Rückbesinnung auf die eigentlichen Ursprünge und damit auf die germanischen Heldendichtungen einsetzte.
5.1 Ernst Hüttig: "Siegfried" (1934) Ein pathetisches Gedicht über den drachentötenden Helden Siegfried und die Verherrlichung des Endkampfes. |
5.2 Hans Henning von Grote: "Das Lied von Siegfried" Ein Gedicht in dem Siegfried als blonder, arischer Held dargestellt wird. |
5.3 Wilhelm von Scholz: "Siegfriedsgesang" (etwa 1940) Auch dieses Gedicht stellt die Figur Siegfried in den Mittelpunkt und zeichnet das Bild des Siegers und Helden. |
5.4 Zusammenfassung: Hier finden sie die wichtigsten Motive noch einmal zusammengefasst. |
